Was ist unverzichtbar, was ist wichtig, was für spezielle Lebenssituationen geeignet? Die Übersicht auf dem Markt der Versicherungen und Vorsorgeangebote zu behalten, ist wirklich nicht einfach!
Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zusammengefasst.
Private Haftpflicht
Glücklicherweise ist die allerwichtigste Versicherung zugleich eine der preiswertesten: Die private Haftpflicht! Das Thema lässt sich kurz abhandeln: Ein absolutes Muss für Jeden! Ein unbedachter Schritt auf die Straße zum falschen Zeitpunkt, ein LKW der ausweichen muss und Sie leben für den Rest Ihres Lebens an der Armutsgrenze, wenn Sie über keine solche Versicherung verfügen.
Berufsunfähigkeit
Eine Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Ihre Möglichkeiten, darauf Einfluss zu nehmen, sind sehr begrenzt. Einige Risiken lassen sich durch Vorsicht und vielleicht auch durch eine gesunde Lebensweise reduzieren, aber letztlich ist das Risiko nicht kalkulierbar, aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben zu können. Dazu müssen Sie wissen, dass die gesetzliche Rentenversicherung dieses Risiko nicht abdeckt. Die gesetzliche Rentenversicherung bietet lediglich eine minimale Absicherung gegen eine Erwerbsunfähigkeit, die keinesfalls mit der Berufsunfähigkeit verwechselt werden darf. Erwerbsunfähig ist, wer keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr für mindestens drei Stunden täglich ausüben kann. Sofern Sie beispielsweise noch drei Stunden in einem Pförtnerhäuschen sitzen können, werden Sie auf diese Tätigkeit verwiesen, egal was Sie vorher für einen Beruf ausgeübt haben. Erstens wird Sie diese Aussicht vermutlich nicht unbedingt erfreuen und zweitens geht das oft mit einer drastischen Einschränkung des Lebensstandards einher. Eine weitestgehende Sicherung des Lebensstandards im Fall einer schweren Erkrankung ist nur durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zu erreichen!
Die Berufsunfähigkeitsversicherung birgt manche Fallstricke, die beim Abschluss eines Vertrags zu beachten sind. Eine sehr gute Checkliste finden sie auf Wikipedia.
Risikolebensversicherung
Daran denkt niemand gerne, schließlich zahlt eine solche Versicherung nur im Todesfall. Ob eine solche Versicherung erforderlich ist, hängt stark von den Lebensumständen ab. Insbesondere zwei Gründe sprechen oft für den Abschluss einer solchen Versicherung: Kinder und eine noch nicht abbezahlte Immobilie. Trifft beides zu, leben Sie also als Hauptverdiener oder Hauptverdienerin mit Ihrer Familie in einer über eine Hypothek finanzierten Immobilie, ist eine Risikolebensversicherung oft der einzige Weg, Ihren Angehörigen im Fall der Fälle einen Verbleib im eigenen Heim zu ermöglichen!
Altersvorsorge
Neben der Absicherung der größten Risiken gilt es natürlich auch, sich gegen das zu wappnen, was mit Sicherheit kommt: Die Rentenlücke! Die Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung wird voraussichtlich nicht ausreichen, Ihren Lebensstandard im Ruhestand zu sichern. Eine zusätzliche private Vorsorge ist also unerlässlich. Dabei sind drei Aspekte zu beachten. Zunächst ist die zu erwartende Rendite von zentraler Bedeutung. Eine Altersvorsorge ist eine langfristige Anlage, weswegen es sehr wichtig ist, dass die jährliche Verzinsung zumindest inflationsbedingte Wertverluste kompensiert. Zu unterscheiden ist hier zwischen der garantierten Rendite und einer bei günstiger Entwicklung in Aussicht gestellten Überschussbeteiligung.
Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Sicherheit der Anlage. Selbst wenn Sie sich für konservative Anlagen entscheiden, die keinen Kursrisiken unterliegen, bleibt zu prüfen, ob die gesetzliche Einlagensicherung greift und ggfs. sogar eine noch weitergehende Absicherung durch einen Einlagensicherungsfonds gewährleistet ist. Die gesetzliche Einlagensicherung wurde zum 01.07.2009 deutlich verbessert, sodass nunmehr Einlagen bis zu 50.000 Euro zu 100 Prozent abgesichert sind. Zu beachten ist allerdings, dass eine Einlagensicherung nur für Anlagen gilt, die direkt bei einer Bank getätigt werden. Sie gilt nicht für in einem Depot hinterlegte Wertpapiere, wenn diese von der Bank lediglich für den Kunden aufbewahrt werden.
Angesichts einer zunehmenden Zahl unterbrochener Erwerbsbiografien verlangt ein dritter Punkt Aufmerksamkeit: "Die „Hartz IV-Sicherheit“ der Anlagen. Eine Garantie für eine lebenslange lückenlose Beschäftigung gibt es nicht mehr, Zeiten der Arbeitslosigkeit müssen als potenzielles Risiko bei der Planung der Altersvorsorge berücksichtigte werden. Dabei ist es sehr wichtig zu beachten, dass die unlängst vom Bundestag beschlossene Anhebung der Freigrenzen für das Schonvermögen auf 750 Euro pro Lebensjahr nur für solche Anlagen gilt, die ausdrücklich der Altersvorsorge dienen. Dies muss berücksichtigt werden, damit die Altersrückstellungen im Falle der Arbeitslosigkeit nicht für den Lebensunterhalt aufgebraucht werden müssen. Betrachten wir also die am häufigsten gewählten Formen der Altersvorsorge unter diesen drei Gesichtspunkten.
Die Riester Rente
Die Riester Rente kann bei der Sicherheit diese Anlageform klar punkten. Die Anlagen sind garantiert und auch als Schonvermögen im Sinne der Sozialgesetzgebung anerkannt. Ein wenig dürftig fällt die Rendite aus. Trotz erheblicher staatlicher Zulagen muss der Rentenberechtigte schon etwa 90 Jahre alt werden, um auch nur seine selbst eingezahlten Beiträge zuzüglich einer marktüblichen Rendite zurückzuerhalten. Eine detaillierte Darstellung dieser Problematik finden Sie hier: http://www.wiwo.de/finanzen/die-riester-luege-403903 . Als Faustregel kann formuliert werden, dass eine Riester Rente sich eher für Bezieher geringerer Einkommen lohnt.
Die Kapitallebensversicherung
Die Riester Förderung kann auch für eine Kapitallebensversicherung genutzt werden. In diesem Fall sind die Beiträge steuerlich abzugsfähig. Kapitallebensversicherungen sind sicher, eine meist relativ geringe Rendite ist garantiert. Höhere Renditen sind durch eine Überschussbeteiligung möglich, werden aber nicht zugesichert. Um eine Kapitallebensversicherung Hartz IV- sicher zu machen, sollte ein Verwertungsausschluss vereinbart werden. Dieser verhindert, dass das Kapital vorzeitig verwendet werden kann. Damit bleibt eine solche Versicherung bei der Berechnung von Sozialleistungen unberücksichtigt.
Festgeld
Die Altersvorsorge durch Festgeldanlagen selbst in die Hand zu nehmen ist grundsätzlich möglich. Festgelder sind durch die unterschiedlichen Einlagensicherungsfonds der Banken weit über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus geschützt. Die zu erwartenden Renditen sind bei längerfristigen Anlagen ebenfalls überdurchschnittlich, da die Verwaltungs- und Abschlusskosten der Versicherungen entfallen.
Nachteilig ist, dass es sich im gesetzlichen Sinne um keine Altersvorsorge handelt. Sie können also nicht von steuerlichen Vorteilen oder staatlichen Förderungen profitieren. Darüber hinaus fallen Festgelder im Fall der Arbeitslosigkeit nicht unter die relativ hohen Schonvermögensgrenzen für eine Altersvorsorge.
Überzeugen Sie sich!
Eine durchdachte Vorsorge für die eigene Zukunft und die der Familie erfordert also die Berücksichtigung vieler individueller Faktoren. Fordern Sie kostenlose und unverbindliche Angebote für Ihre individuelle finanzielle Vorsorge an!








